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Füchse triumphieren in Düren!

Ein Spiel dauert 5 Sätze und am Ende gewinnen die Füchse! So oder so ähnlich schien das Motto der letzten zwei Spiele zu lauten. Und so zufrieden Trainer Mizel auch mit der kämpferischen Leistung und der mentalen Stärke seiner Schützlinge war, die Nerven des Trainers waren bei den 5-Satz Siegen gegen Bonn und Hürth doch arg strapaziert worden.



“Heute wollen wir 3 Punkte!” war dann auch der Vorsatz mit dem sich ein dezimiertes Fuchsrudel auf den Weg nach Düren machte. Mit Carsten Phillip und Max Wilmes fehlten weiterhin zwei der 4 Mittelblocker und auch Zuspieler Felix Nakelski stand nicht zur Verfügung. In der Konsequenz musste Roman Schumacher sein Libero-Trikot gegen einen “normalen” Dress tauschen um als zweiter Zuspieler zur Verfügung zu stehen.


Nach einer konzentrierten Aufwärmphase ging es so hinein in den ersten Satz. Dieser begann zunächst ausgeglichen, keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Doch schlichen sich hier und da kleine Fehler und Unkonzentriertheiten ins Spiel der Gäste ein. Bis zum 23:23 blieb der Satz jedoch vollkommen offen. Lediglich die Anzeigetafel sorgte bei den Auswechselspielern der Füchse für kurzeitige Verwirrung, gab doch die sichtbare Rückseite ein beliebig anderes Bild des Spielstands als die Vorderseite und damit des tatsächlichen Standes. Dort stand letztendlich sogar ein 24:23 für die Füchse und folgerichtig Satzball. Aber so richtig konnte das Team den Satz nicht zumachen, der entscheidende Punkte wollte einfach nicht fallen. Und so konnten die Dürener ihrerseits im passenden Moment eine Block setzen, einen Angriff auf den Boden bringen oder die Füchse zu Eigenfehlern zwingen. Das Ergebnis: Mit 27:25 ging Satz 1. letztlich doch noch an Düren.


Gut angefangen, den Sack dann aber doch nicht zugemacht. Sollte sich das Muster der letzten Spiele auch in Düren wiederholen? Hinein in Satz 2 und zunächst bot sich das gleiche Bild: kleine Fehler und mangelnde Chancenverwertung ermöglichten den Gastgebern eine 4 Punkte Führung zum Satzbeginn, der die Füchse bis zur Satzmitte, trotz nun gesteigerter spielerischer Leistung, hinterher liefen. Trainer Mizel sah sich daher zu einigen Wechseln gezwungen. Und hier zeigte sich die Stärke, die in den letzten Spielen so entscheidend zum Erfolg beigetragen hatte: Egal ob Thimo Böcker im Aufschlag für Lukas Wrobel, Phillip Rohrschneider in der Abwehr für Kristian Becker oder “Oldie” Marc Dionysius für Andrè Mayer… die Füchse agierten zu jedem Zeitpunkt als Einheit auf und neben dem Feld, wo man zusammen mit den versprengten Fans schon längst die Stimmung in der Halle dominierte. Und auch die Dominanz auf dem Feld konnte man so an sich reissen, nicht zuletzt durch ein konstant gutes Blockspiel, dass die Dürener Angreifer ein ums andere Mal direkt entschärfte oder zu Fehlern zwang. Am Ende stand so ein deutliches 25:18 und damit der Satzausgleich zu Buche.


Satz 3 begannen die Gäste aus Düsseldorf mit dem gleichen druckvollen Spiel, der Block stand sicher, die Abwehr um Libero Niels Schathorst erarbeitete den Rest und ermöglichte es “Maestro” Freddy Schmidt seine Angreifer immer wieder perfekt in Szene zu setzen. Nicht zuletzt Joscha Bender und Lukas Wrobel kamen so über “Mitte” zu durchaus sehenswerten Punkten, auch Sebastian Schwarz, Andrè Mayer und Kristian Becker waren ein ums andere Mal erfolgreich. So konnte Trainer Mizel beim Spielstand von 19:13 erneut “Oldie” Marc Dionysius für Andrè Mayer an den Aufschlag schicken. Dieser entschied sich altersgerecht für eine ressourcenschonende Spielweise und sorgte mit einer Serie für das 24:13. Satzball! Ob dann die Nerven oder der Kraft versagte, darum darf spekuliert werden. Der entscheidende Aufschlag wurde zum Fehler, die Auswechselspieler freuten sich dennoch über die obligatorische “Kiste”. Einzig Zuspieler Schmidt wollte den alten Mann so einfach nicht davonkommen lassen. Nach erneuter starker Annahme ging der Ball daher über die Hinterfeld-Position und Marc Dionysius konnte den Satz dann doch noch zum 25:14 für die Füchse beenden.


Die Marschrichtung und die Ansagen des Trainers für den 4. Satz waren damit klar: Nicht nachlassen und vor allem die Konzentration, das Sorgenkind der letzten Spiele, weiterhin hochhalten. Und die Mannschaft lieferte: Annahme, Block, Abwehr und Angriff standen solide, wenn auch nicht perfekt. Aber um jeden Ball wurde gekämpft, jede Chance genutzt. Mitunter spektakulär - wie ein Not-Ball, den Sebastian Schwarz ungerührt aus dem Hinterfeld wuchtig im gegnerischen Feld versenkte. Hinein in diese Phase dann der kurzzeitige Schock: Lukas Wrobel musste sich auswechseln lassen. Sollte es etwa den nächsten Mittelblocker erwischt haben? Zwar gab es schnell Entwarnung: der Youngster hatte “nur” ein Kreislaufproblem, aber ohne Alternative auf der Bank musste erneut Thimo Böcker für Wrobel aufs Feld. Aussen/Annahme-Spieler für Mittelblocker, Libero für den Aussen und Kristian Becker dann vorne im Block von Aussen in die Mitte. Klingt kompliziert ? War es auch! Zwei gelbe Karten, eine für Kristian Becker nach einem Duell und anschließendem “Meinungsaustausch” am Netz und eine weitere wegen Spielverzögerung nach noch immer etwas konfuser Aufstellung, waren die weiteren Folgen. Die Dürener witterten ihre Chance und kamen nach erfolgreichen Blocks und zwei starken Angriffen wieder auf zwei Punkte an die Füchse heran. Gerade noch rechtzeitig konnte Trainer Mizel seine Mannschaft wieder sortieren und so stand wie schon in der Vorwoche Joscha Bender mit dem Matchball am Aufschlag. 25:23 und damit 3:1 endete das Spiel nach 1 Stunde und 41 Minuten und noch einmal dominierten die Füchse und ihr Anhang die Akustik in der Halle.


MVP wurde im Anschluss erneut Andrè Mayer, der sich mit Niels Schathorst aktuell das mannschaftsinterne Duell um die meisten MVP Medaillen liefert.


Fazit: Mit geschlossener Mannschaftsleistung und lautstarker Stimmung über das gesamte Spiel nehmen wir 3 Punkte aus Düren mit nach Hause!

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